| Das
Stundenbuch der Maria Stuart
|
|||
| Virtuose Miniaturen Nur 48 x 32 mm mißt
die 308 Seiten starke Bilderhandschrift und stellt doch dank ihrer meisterhaften
Ausführung einen späten Höhepunkt in der Geschichte der
handgeschriebenen Stundenbücher dar. Eine präzise Zuweisung
an einen Künstler ist nur schwer möglich. Handschrift des europäischen Hochadels Das kleinste heute
bekannte Stundenbuch ist untrennbar mit dem Namen der schottischen Königin
Maria Stuart verbunden, auch wenn es bereits einige Jahrzehnte vor ihrer
Geburt im direkten Umkreis des französischen Königshofes entstanden
ist. Vermutlich wurde es 1513/1514 anläßlich der Hochzeit von
Claude de France mit François Ier geschaffen. Überfließender Seitenschmuck Vor die wichtigsten Textanfänge werden reich verzierte Ornamentseiten gestellt. Bordürenschmuck auf allen vier Seiten hebt die Textanfänge hervor. Symptomatisch für ein Werk am Übergang der Spätgotik zur Renaissance ist dabei das Nebeneinander der traditionellen, flämisch inspirierten Streublumenbordüren und der aus Italien kommenden, moderneren Renaissance-Bordüren mit antikisierenden Motiven. Selbst die Zeilenenden werden noch durch Zierelemente ausgefüllt. Mehr als 1200 goldene Initialen Größere Texteinschnitte werden in der Regel durch Überschriften in roter Minuskel eingeleitet. Insgesamt über 1200 ein- bis vierzeilige Goldinitialen heben die Textanfänge hervor. Sie stehen auf rotem oder blauem Grund, der mit geschwungenen Goldlinien durchzogen ist. Die farbigen Grundflächen dieser Initialen folgen einem strengen Wechsel von Rot und Blau, unabhängig von der Größe des Buchstabens. Meisterwerk der Einbandkunst Nicht nur wegen seines spektakulär kleinen Formates gehört dieser Einband »à la fanfare« zum Schönsten, was französische Buchbinder des 17. Jahrhunderts geschaffen haben. Das weiche Maroquinleder ist reich in zarter Pointillé-Technik in Gold verziert. Ungewöhnlich ist es, daß die Silberschließen von vorn und nicht von hinten greifen. Die Einrichtung der Schließen auf diese Weise findet sich verschiedentlich an Büchern des französichen Königshauses wieder. Ebenso weisen die zierlichen Fleurs de lys, die auf dem Einband zu sehen sind, auf das Haus Valois hin. Die Faksimile-Edition – ein Ebenbild des Originals Alle 308 Seiten des Stundenbuches sind im Originalformat von 48 x 32 mm wiedergegeben. Ein besonderes Druckverfahren wurde angewandt, um alle Details, den ganzen Farbreichtum und den Goldglanz der kleinen Miniaturen und Vignetten originalgetreu nachzuahmen. Auch der Einband wurde bis ins kleinste Detail dem Original nachempfunden. Das Faksimile wird mit einem ausführlichen wissenschaftlichen Kommentar und einer Lupe in einer Leinenkassette ausgeliefert. Der Kommentarband als Schlüssel zum Werk Der wissenschaftliche Kommentarband erleichtert den Zugang zu diesem berühmten Stundenbuch. So wird der historische Hintergrund rund um das Haus Valois und um Maria Stuart erläutert, sowie die künstlerische Gestaltung des Buches untersucht. Des weiteren liegt eine vollständige Transkription und Übersetzung des Textes vor. Die beteiligten Experten sind: Hansmartin Decker-Hauff, Eberhard König, Myra D. Orth und Johannes Rathofer. |
|||
|
Home ¦ Impressum ¦ Datenschutzbestimmungen ¦ Nutzungsbedingungen |
©
2009 Faksimile Verlag
|